Christiane Meier

Nach rund 40 Jahren meiner Arbeit in Förderschulen, inklusiven Settings und in der Lehrerausbildung interessiere ich mich nach wie vor stark für die immer wieder schwierigen Arbeitsbedingungen und -möglichkeiten meiner Kolleginnen und Kollegen sowie die Lernbedingungen und -möglichkeiten der Kinder und Jugendlichen – gerade die, deren Besonderheiten durch erhöhten emotional-sozialen Unterstützungsbedarf es ihnen selbst und uns nicht leicht machen. Mich prägen ein tiefer Respekt und die Wertschätzung für beide Seiten auf der Suche nach einem konstruktiven Miteinander.

Dazu biete ich freiberuflich bundesweit Online-Impulse, SchiLf-Fortbildungen sowie ein- und mehrtägige modulare Workshops für Gruppen interessierter Kolleg*innen, Teams, Schulen, Akademien der Bundes- und Landesverbände sowie Landesfortbildungsinstitute und weitere Bildungsträger an.

Mein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Unterricht, Lernen und Schulentwicklung bei ADHS, Autismus und anderen Formen von Neurodivergenz so gestaltet werden können, dass betroffene Schülerinnen und Schüler und vor allem die sie begleitenden Lehrkräfte wirksame Handlungsmöglichkeiten gewinnen.

Dabei verbinde ich meine sonderpädagogische Expertise im Hinblick auf allgemeine Schulen, aktuelle wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse und jahrzehntelange Praxiserfahrung. Es geht nicht um Patentrezepte. Mich interessiert, was unter den realen Bedingungen von Schule tragfähig, anschlussfähig und tatsächlich umsetzbar ist. Genau das wird im Austausch entwickelt.

Ich nehme immer wieder wahr, dass Passungsprobleme zwischen Lernvoraussetzungen, schulischen Anforderungen und vorhandenen Unterstützungsstrukturen zu Missverständnissen und daraus folgendem belastendem Verhalten führen. Fundiertes Wissen und Verstehen eröffnen neue Handlungsmöglichkeiten – für Unterricht, Zusammenarbeit und Schulentwicklung.



Qualifikation & Erfahrung

  • Lehrerin für sonderpädagogische Förderung

  • 40 Jahre Tätigkeit Förderschule

  • 30 Jahre im Vorbereitungsdienst am ZfsL Düsseldorf, Lehramt sonderpädagogische Förderung (auch in inklusiven Settings)

  • Zertifizierte Weiterbildung Systemisches Coaching

  • Zertifizierte Weiterbildung Deutsch als Zielsprache

  • Zertifizierte Weiterbildung Trainerin für Diversität und Interkulturalität

  • Erfahrungen in Fortbildung, Beratung und Begleitung von Schulentwicklungsprozessen in unterschiedlichen Bundesländern

Fachliche Schwerpunkte

  • ADHS, ADS und Autismusspektrum

  • Neurodivergenz im schulischen Kontext

  • Unterrichtsgestaltung bei unterschiedlichen Lernvoraussetzungen

  • Umgang mit belastendem Verhalten

  • konstruktive Kommunikation

  • Selbstregulation und exekutive Funktionen

  • Nachteilsausgleich und Übergänge

  • Lernbegleitung in offenen und zieldifferenten Lernsettings

  • sonderpädagogische Förderplanung

  • Schul- und Unterrichtsentwicklung

Gabriel, Intro, 2011, 100 x 130 cm,
Acrylic on driftwood panel
https://www.instagram.com/gabriel__paintings/

Haltung & Arbeitsweise

Meine Haltung zu Menschen mit Besonderheiten, vermeintlichen oder tatsächlichen Einschränkungen, stark von den Erwartungen abweichendem Verhalten und Unterstützungsbedarf kann ich am besten durch Bezüge zur Kunst verdeutlichen:

“...There is a crack, a crack in everything / That's how the light gets in....”
(C) Leonard Cohen, Anthem (1992)

Für mich liegt die Interpretation dieses Zitats von L. Cohen im zentralen Punkt dieses Bildes, einem tatsächlich vorhandenen Loch im Bildträger, einem Fundstück aus dem Meer mit Gebrauchsspuren - Licht tritt an einer völlig unerwarteten Stelle ein.

Ich erwarte das Unerwartetbare, das Ungewöhnliche - das, was zunächst nicht zu meinem bisherigen Verständnis passt. Es ist genau dasjenige, was das Licht hereinlässt - eine neue Perspektive, die meine Sicht und meine Möglichkeiten verändert und damit auch mein Handeln.

Meine Arbeit ist von der Überzeugung geprägt, dass professionelle Handlungssicherheit nicht durch immer neue Rezepte entsteht, sondern durch ein vertieftes Verständnis der Situation. Deshalb beginne ich selten mit methodischen Konzepten. Zunächst interessiert mich, was Menschen tatsächlich beobachten, erleben und als belastend empfinden. Erst daraus entwickeln sich passende Handlungsmöglichkeiten. Ich arbeite praxisnah, beteiligungsorientiert und wissenschaftlich fundiert. Fachliche Inputs werden mit konkreten Fallbeispielen, Reflexion und kollegialem Austausch verbunden. Wenn Verstehen Veränderungen möglich macht, entstehen neue Wege – für einzelne Lehrkräfte, für Teams, für ganze Schulen und vor allem für die Potentiale der Schülerinnen und Schüler.